
Permanent Tattoo
Echte Tattoos werden noch “traditionell” mit spitzen Nadeln in die Haut gestochen. So wird hierbei die Tattoo-Farbe in die Haut eingebracht. In der mittleren Hautschicht (sog.: Lederhaut) bleibt die Farbe ein Leben lang, da der Körper sie hier nicht mehr abbauen kann. Die Qualität der Farbe ist für ein Tattoo deshalb sehr wichtig. Nur mit hochwertiger Farbe lässt sich ein perfektes Gesamtbild erzielen. Gute Tätowierer verwenden daher nur Top Farben, welche ständigen Kontrollen unterliegen, damit die Qualität gewährleistet ist. Außerdem werden die Farben noch dermatologisch getestet.
Bevor das Tätowieren losgehen kann, wird das gewünschte Motiv erst an die Körperstelle angepasst (Körperbau, Muskulatur) und danach auf Papier gepaust, damit es auf den Körper übertragen werden kann.
Die Nadeln, die zum Tätowieren verwendet werden, werden aus medizinisch geeignetem Stahl in Handarbeit hergestellt. Diese werden nach der Fertigung unter dem Mikroskop auf Fehler geprüft. Danach werden sie mit einem speziellen, ebenfalls medizinisch geeigneten Lot auf einen Träger gebracht. Danach werden die Nadeln gereinigt, eingeschweißt und steril verpackt bis sie gebraucht werden. Gute Tätowierer stellen sich auch ihre eigenen Nadeln her, die auf ihre eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind.
Vor dem Tätowieren wird die Hautstelle, auf die das Tattoo kommen soll auf die Tätowierung vorbereitet: Sie wird rasiert und desinfiziert. Anschließend kann das Motiv auf die Haut übertragen werden.
Als erstes werden auch hier die Outlines gestochen. Die Nadel der Tätowiermaschine wird in die Farbe getaucht und füllt sich dann mit Farbe. Anschließend wird die Nadel nur wenig in die Haut eingestochen (nur einige Zehntel Millimeter), wo sie dann die Farbpigmente hinterlässt. Zum Schluss wird schattiert und auf Wunsch gefärbt. Falls ein besonders großes oder komplexes Motiv gemacht werden soll, wird die Arbeit nicht auf einmal gemacht, sondern Stück für Stück in verschiedenen Sitzungen.
Zum Schluss wird das Tattoo und die umliegende Haut gereinigt, desinfiziert und eingecremt. Man bekommt vom Tätowierer noch einige Pflegetipps, welche auf jeden Fall eingehalten werden sollten! Nachdem man das Studio verlässt, hat der Tätowierer keinen Einfluss mehr auf die Pflege etc. Nun muss man es selber eine Zeit lang pflegen, damit das gewünschte Endergebnis erzielt wird. Eine Tätowierung ist wie eine Wunde, oder besser gesagt wie viele kleine Wunden. Man muss es gut verheilen lassen, damit es gut aussieht. Schon deshalb sollte man auf die Pflegetipps achten und die Hautstelle gut versorgen. Wenn Krusten entstehen, darf man sie in keinem Fall abkratzen. Sie fallen nach und nach von alleine ab. In der Zeit in der das Tattoo verheilt, sollte man außerdem nicht ins Solarium gehen, nicht in Salz- oder Chlorwasser baden, Sonneneinstrahlung so weit wie möglich vermeiden und keine synthetische oder enge Kleidung tragen, die auf dem Tattoo reiben könnte.